Wie funktioniert ein Wetterradar?

Ein Wetterradar sendet Radiowellen in die Atmosphäre und misst, was davon zurückkommt. Treffen die Wellen auf Regentropfen, Schneeflocken oder Hagelkörner, wird ein Teil des Signals zurückgeworfen. So erkennt das Radar Niederschlag, lange bevor er am Boden ankommt.

Aus der Stärke des Echos lesen Meteorologen ab, wie kräftig es regnet oder schneit. Aus der Laufzeit ergibt sich, wie weit der Niederschlag entfernt ist. Mit dem Dopplereffekt lässt sich sogar messen, ob sich der Niederschlag auf das Radar zubewegt oder sich von ihm entfernt. Daraus entstehen die Regenkarten, die du in jeder Wetter-App siehst.

Weil das Radar zeigt, wohin ein Schauer zieht und ob er stärker wird, eignet es sich für kurzfristige Warnungen: vor Gewittern, Starkregen und Hochwasser. Ohne Radar wären lokale Regenfälle und plötzliche Wetterwechsel viel schwerer vorherzusagen.

In Deutschland betreibt der Deutsche Wetterdienst dafür 17 Radarstandorte, die zusammen das ganze Land abdecken. Alle fünf Minuten liefert jedes Radar neue Messungen. Das erste Radar dieses Verbunds ging 1987 in München in Betrieb.

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