Wo wird bei Frauen Testosteron produziert?
Bei Frauen entsteht Testosteron in den Eierstöcken und in den Nebennieren. Das Hormon gilt als typisch männlich, aber auch der weibliche Körper stellt es her, nur in deutlich kleineren Mengen.
Die Eierstöcke liefern etwa ein Viertel des Testosterons im Blut. Dieselben kleinen Organe produzieren auch Östrogen und Progesteron, die den Menstruationszyklus steuern. Ein weiteres Viertel kommt aus den Nebennieren, die wie zwei Kappen auf den Nieren sitzen und nebenbei Hormone wie Cortisol herstellen.
Die restliche Hälfte entsteht in keiner Drüse, sondern im Fettgewebe, in der Haut und in den Muskeln. Dort wandelt der Körper Vorstufen aus Eierstöcken und Nebennieren in Testosteron um.
Viele halten Testosteron für ein reines Männerhormon. Das stimmt nicht. Bei Frauen beeinflusst es unter anderem die Lust auf Sex, das Energieniveau und die Muskelmasse. Auch wenn die Werte niedriger sind als bei Männern, braucht der Körper das Hormon für sein hormonelles Gleichgewicht.
Schwankt der Testosteronspiegel, zeigt sich das oft an der Stimmung, an der Haut oder an der Muskelkraft. Zu wenig und zu viel können gleichermaßen Beschwerden auslösen.