Warum haben Männer morgens eine Erektion?

Männer haben morgens eine Erektion, weil der Körper in der Nacht mehrere REM-Schlafphasen durchläuft. In diesen Phasen entstehen unwillkürliche Erektionen. Wer mit einer davon aufwacht, kennt sie umgangssprachlich als „Morgenlatte“.

Im REM-Schlaf sorgt das autonome Nervensystem dafür, dass mehr Blut in den Penis strömt. Das Gehirn lockert seine Kontrolle über die Muskeln, und der Testosteronspiegel erreicht am Morgen meist seinen Höchststand. Zusammen führt das ganz natürlich zu einer Erektion, ohne dass ein sexueller Traum im Spiel sein muss.

Die Morgenerektion ist also eine Mischung aus Schlafrhythmus und Biologie. Dass sie auftritt, zeigt: Blutgefäße und Nerven arbeiten richtig. Gesunde Männer haben sie vom Teenager bis ins hohe Alter. Mit den Jahren werden die Erektionen aber seltener und kürzer. Mediziner sprechen von nächtlicher peniler Tumeszenz. Gesunde Männer haben pro Nacht etwa drei bis fünf solcher Erektionen, die meisten davon unbemerkt im Schlaf.

Viele glauben, die Erektion bedeute, dass man dringend auf die Toilette muss. Das stimmt nicht. Es geht vor allem um Hormone und Schlaf. Die Blase hat damit nichts zu tun.

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