Was sind Aminosäuren?
Aminosäuren sind kleine Bausteine, aus denen dein Körper Proteine baut, also Eiweiße. Dafür nutzt er 20 verschiedene Aminosäuren. Sie verbinden sich zu langen Ketten, und aus diesen Ketten entstehen die unterschiedlichen Proteine in deinem Körper.
Neun dieser 20 Aminosäuren gelten als essenziell. Das heißt: Dein Körper kann sie nicht selbst herstellen. Du musst sie über das Essen aufnehmen. Dazu gehören zum Beispiel Leucin, Lysin und Tryptophan. Fleisch, Eier und Milchprodukte enthalten alle neun. Pflanzliche Lebensmittel müssen oft kombiniert werden, um die ganze Palette abzudecken.
Ein bekanntes Beispiel dafür: Kartoffeln mit Ei. Die beiden ergänzen sich bei den Aminosäuren so gut, dass die Kombination eine höhere biologische Wertigkeit hat als das Ei allein. Vollei dient dabei als Referenz mit dem Wert 100. Kartoffeln mit Ei kommen im richtigen Mischungsverhältnis auf 136.
Ohne Aminosäuren könnte dein Körper keine Proteine bilden. Die braucht er für Muskeln und Haut, für Enzyme und für viele Hormone. Fehlen die passenden Aminosäuren, lassen sich diese Proteine nicht richtig zusammensetzen.
Die Aminosäuren reihen sich in immer neuen Kombinationen aneinander. Ihre Reihenfolge entscheidet, welches Protein entsteht und welche Aufgabe es übernimmt. Mit 20 Bausteinen funktioniert das wie ein Alphabet: wenige Buchstaben, unzählige Wörter.