Was ist das humane Metapneumovirus?

Das humane Metapneumovirus (hMPV) ist ein Virus, das Atemwegsinfektionen beim Menschen auslöst. Am häufigsten trifft es Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Gesunde Erwachsene können aber ebenfalls erkranken.

Die Symptome ähneln einer Erkältung oder einer Grippe. Typisch sind Fieber, Husten, eine verstopfte oder laufende Nase und manchmal Atemnot. Bei kleinen Kindern kann die Infektion zu einer Bronchiolitis oder einer Lungenentzündung führen.

Das Virus verbreitet sich über Tröpfchen beim Husten und Niesen, genau wie viele andere Atemwegsviren. Entdeckt wurde es erst 2001 in den Niederlanden. Es gehört zur selben Virusfamilie wie RSV, ein bekanntes Atemwegsvirus bei Kindern.

Die meisten Menschen werden ohne Behandlung wieder gesund. Ein spezielles Medikament gegen hMPV gibt es nicht, deshalb geht es vor allem darum, die Beschwerden zu lindern. Gründliches Händewaschen hilft, eine Ansteckung zu vermeiden.

Neu war das Virus 2001 nur für die Wissenschaft. Die Forscher, die es damals fanden, wiesen nach, dass es seit mindestens 50 Jahren beim Menschen kursiert. Bis zum fünften Geburtstag haben sich fast alle Kinder einmal angesteckt. Eine dauerhafte Immunität entsteht dabei nicht, man kann sich also mehrfach infizieren.

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