Wie tief unter der Erde findet man Erdöl?
Erdöl liegt meist zwischen 1.000 und 5.000 Metern unter der Erdoberfläche. Die Tiefe schwankt aber stark, je nachdem, wo auf der Welt man sucht.
An manchen Orten fand man Öl schon in weniger als 500 Metern Tiefe. Anderswo müssen Bohranlagen mehr als 5.000 Meter tief bohren, vor allem auf See, wo das Öl oft besonders tief unter dem Meeresboden liegt.
Erdöl braucht Millionen Jahre, um zu entstehen. Organisches Material wird unter dicken Erdschichten begraben, wo Druck und Hitze es langsam in Öl verwandeln. Deshalb findet man Öl dort, wo sich über lange Zeit viele winzige Meereslebewesen wie Algen und Plankton in mächtigen Ablagerungen gesammelt haben.
Auch in Deutschland wird gebohrt. Das größte deutsche Ölfeld, Mittelplate im Wattenmeer vor Schleswig-Holstein, liefert mehr als die Hälfte der deutschen Förderung. Das Öl steckt dort in Sandsteinschichten in 2.000 bis 3.000 Metern Tiefe. Die Plattformen in der Nordsee bohren meist ähnlich tief unter den Meeresboden.
Die ersten Bohrungen waren deutlich flacher. In Wietze bei Celle stieß der Geologe Georg Konrad Hunäus 1858 in nur rund 36 Metern Tiefe auf Öl. Er suchte eigentlich Braunkohle. Heute steht dort das Deutsche Erdölmuseum.