Was ist das Periodensystem der Elemente?
Das Periodensystem ist eine Tabelle aller bekannten chemischen Elemente. Es ordnet sie nach der Zahl ihrer Protonen, und genau diese Zahl bestimmt, wie sich ein Element verhält. Heute stehen 118 Elemente darin, verteilt auf 7 Perioden und 18 Gruppen.
Die waagerechten Zeilen heißen Perioden, die senkrechten Spalten Gruppen. Elemente in derselben Gruppe haben oft ähnliche chemische Eigenschaften. Zum Beispiel reagieren sie ähnlich mit anderen Stoffen. Gold und Silber stehen in einer Gruppe, und auch Sauerstoff und Schwefel sind so platziert, dass man ihre Verwandtschaft sofort sieht.
Das System geht auf das Jahr 1869 zurück. Der Russe Dmitri Mendelejew ordnete damals 63 bekannte Elemente und ließ Lücken für Elemente, die noch niemand gefunden hatte. Fast zeitgleich kam der deutsche Chemiker Lothar Meyer unabhängig von ihm auf eine ähnliche Tabelle. 1882 erhielten beide dafür gemeinsam die Davy-Medaille der Royal Society.
Mendelejews Lücken füllten sich später. Eine davon schloss 1886 Clemens Winkler im Erzgebirge: Er entdeckte ein neues Element und nannte es nach seinem Land Germanium. Das Periodensystem wird überall in der Chemie genutzt, vom Klassenzimmer bis zum Forschungslabor. Es wächst, wenn ein neu entdecktes oder hergestelltes Element offiziell anerkannt wird.