Welche Farbe haben Rubine?
Rubine sind rot. Genau dieses intensive Rot unterscheidet sie von allen anderen Edelsteinen, und es steckt sogar im Namen: Rubin kommt vom lateinischen rubeus, rot.
Die Farbe verdankt der Stein winzigen Mengen Chrom. Je nach Anteil reicht die Palette von hellem Rot mit rosa Stich bis zu tiefem Dunkelrot, das fast violett wirkt. Am begehrtesten ist ein kräftiges Rot mit leicht bläulichem Ton, im Handel „Taubenblut“ genannt.
Rubin ist eine Varietät des Minerals Korund. Blauer Korund heißt Saphir, roter Korund heißt Rubin. Auf der Mohs-Skala erreicht Rubin die Härte 9, nur Diamant steht höher. Je kräftiger und klarer das Rot, desto wertvoller der Stein.
Die schönsten Steine kommen seit Langem aus Myanmar, wichtige Lieferländer sind auch Thailand und Sri Lanka. Berühmte Kronjuwelen tragen große rote Steine, aber nicht jeder davon ist ein Rubin: Der „Black Prince's Ruby“ in der britischen Staatskrone, 170 Karat schwer, ist in Wahrheit ein roter Spinell. Bis etwa 1800 nannte man rote Spinelle, Granate und Rubine ohnehin gemeinsam Karfunkelsteine.