Welches Reich gründete Dschingis Khan?
Dschingis Khan gründete das Mongolische Reich. Es wuchs zum größten zusammenhängenden Reich der Weltgeschichte heran, gemessen an der Landfläche.
Im 13. Jahrhundert einte er die Nomadenstämme der Mongolei zu einer einzigen schlagkräftigen Armee. Mit klugen Strategien und großer Brutalität eroberten die Mongolen riesige Gebiete. Das Reich breitete sich rasch über Asien aus und erreichte schließlich Teile Europas und des Nahen Ostens.
Nach dem Tod von Dschingis Khan 1227 führten seine Nachkommen die Eroberungen fort. Auf dem Höhepunkt reichte das Reich vom Pazifik über Zentralasien bis nach Osteuropa. Die Mongolen schossen mit dem Bogen vom galoppierenden Pferd und galten als extrem beweglich und flexibel im Kampf.
Auch Mitteleuropa bekam das zu spüren. 1241 besiegten die Mongolen bei Liegnitz in Schlesien ein Heer aus schlesischen, polnischen und deutschen Rittern. Herzog Heinrich II. fiel in der Schlacht.
Die Mongolen waren gefürchtet, förderten aber auch den Austausch von Ideen, Waren und Technik zwischen Ost und West. Der Handel entlang der Seidenstraße nahm dadurch deutlich zu.