Seit wann gibt es Gelbe und Rote Karten im Fußball?

Gelbe und Rote Karten gibt es im Fußball seit der WM 1970 in Mexiko. Die Idee stammt vom englischen Schiedsrichter Ken Aston. Sie kam ihm an einer Ampel in London: Gelb heißt „Vorsicht“, Rot heißt „Stopp, du bist raus“.

Die Karten lösten ein echtes Problem. Bei einer WM sprechen Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer selten dieselbe Sprache. Eine Verwarnung oder ein Platzverweis war deshalb oft nicht für alle im Stadion klar. Zwei Farben versteht dagegen jeder.

Ihre Premiere hatten die Karten gleich im Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und der Sowjetunion. Der deutsche Schiedsrichter Kurt Tschenscher zeigte dort fünf Gelbe Karten. Eine Rote Karte sah bei dieser WM allerdings kein einziger Spieler. Die erste Rote Karte der WM-Geschichte gab es erst 1974, als der Chilene Carlos Caszely im Spiel gegen die westdeutsche Elf vom Platz gestellt wurde.

In der Bundesliga dauerte es noch ein halbes Jahr länger. Der DFB führte beide Karten im Januar 1971 ein, zur Rückrunde der Saison 1970/71. Heute wirkt Fußball ohne die Karten undenkbar. Dabei ist das System gerade einmal gut 50 Jahre alt und geht auf eine einzige Autofahrt zurück.

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