Gegen wen gewann England sein erstes WM-Elfmeterschießen?

England gewann sein erstes Elfmeterschießen bei einer Fußball-WM gegen Kolumbien. Am 3. Juli 2018 stand es im Achtelfinale in Moskau nach Verlängerung 1:1, dann setzte sich England mit 4:3 vom Punkt durch. Torwart Jordan Pickford hielt den Schuss von Carlos Bacca, und Eric Dier verwandelte den entscheidenden Elfmeter zum Einzug ins Viertelfinale.

Dabei lag England zwischendurch hinten. Jordan Henderson scheiterte am kolumbianischen Torwart, doch Mateus Uribe traf für Kolumbien nur die Latte.

Für die englischen Fans hatte der Sieg eine riesige Bedeutung. Die Nationalmannschaft hatte sich über Jahrzehnte den Ruf erarbeitet, bei großen Turnieren vom Punkt zu verlieren. Bei Weltmeisterschaften scheiterte England 1990 an Deutschland, 1998 an Argentinien und 2006 an Portugal, jedes Mal im Elfmeterschießen.

Trainer Gareth Southgate kannte das Trauma selbst. Im Halbfinale der EM 1996 hatte er gegen Deutschland den entscheidenden Elfmeter verschossen. Als Nationaltrainer ließ er Elfmeter gezielt üben. Für ihn war das Elfmeterschießen keine Lotterie, sondern eine Fähigkeit, die man trainieren kann.

Die Nacht von Moskau wurde zum Wendepunkt. England stand zum ersten Mal seit zwölf Jahren wieder in einem WM-Viertelfinale und erreichte in diesem Sommer sogar das Halbfinale, das erste seit 1990.

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