Wann wurde der Valentinstag in den USA zum Massenphänomen?
Der Valentinstag wurde in den USA um die Mitte des 19. Jahrhunderts zum Massenphänomen. Ab den 1840er-Jahren verschickten die Menschen gedruckte Valentinskarten, und damit verbreitete sich der Brauch viel schneller als zuvor.
Vorher waren Karten meist Handarbeit. Erst als Karten billig gedruckt werden konnten, schickten immer mehr Menschen Grüße an Freunde und Liebste. Eine Schlüsselfigur war die Geschäftsfrau Esther Howland aus Worcester in Massachusetts. Sie begann in den 1840er-Jahren, Valentinskarten in Serie zu fertigen, und trug entscheidend dazu bei, dass sich die Tradition im ganzen Land ausbreitete.
In Europa gab es den Valentinstag da schon seit Jahrhunderten. In den USA bekam er aber seinen eigenen Stil und wurde nach und nach zu einem wichtigen Tag für den Handel. Karten, Blumen und Schokolade wurden zu den typischen Geschenken, so wie wir sie heute kennen.
Nach Deutschland kam der Brauch erst nach dem Zweiten Weltkrieg, mitgebracht von amerikanischen Soldaten. Als erster deutscher Valentinsball gilt ein Fest in Nürnberg im Jahr 1950.