Wann wollten die USA Grönland zum ersten Mal kaufen?

Die USA wollten Grönland zum ersten Mal 1867 kaufen. Außenminister William H. Seward ließ damals prüfen, ob sich der Kauf der Insel lohnen würde. Zu einem Abkommen kam es nie.

Die USA waren in dieser Zeit ohnehin auf Expansionskurs. Im selben Jahr kauften sie Alaska von Russland. Grönland galt als strategisch wertvoll, vor allem wegen der Handelsrouten und der Sicherheit der USA.

1867 wurde aus dem Plan nichts, doch das Interesse der Amerikaner blieb. Das bekannteste Angebot kam 1946: Die Regierung von Präsident Truman bot Dänemark 100 Millionen Dollar für die Insel, wieder ohne Erfolg.

2019 griff Donald Trump die Idee erneut auf. Er sagte sogar einen Staatsbesuch in Dänemark ab, als die Regierung in Kopenhagen nicht über einen Verkauf reden wollte. Nach seiner Wiederwahl brachte er das Thema wieder ins Gespräch.

Grönland ist für Verteidigung und Forschung in der Arktis wichtig. Die Insel gehört bis heute zum Königreich Dänemark, verwaltet sich aber weitgehend selbst. Sie ist die größte Insel der Welt und rund sechsmal so groß wie Deutschland. Der größte Teil liegt unter Eis.

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