Was war das Besondere an Odins Pferd Sleipnir?

Sleipnir, das Pferd des Göttervaters Odin, hatte acht Beine statt vier. In der nordischen Mythologie galt es deshalb als das schnellste und ausdauerndste Pferd überhaupt.

Kein anderes Pferd konnte mit Sleipnir mithalten. Es lief über Land und Wasser und bewegte sich genauso leicht durch die Luft und die Unterwelt. Odin ritt es, wenn er zwischen den Welten der nordischen Sagen unterwegs war. Der Name passt dazu: Sleipnir bedeutet ungefähr „der Dahingleitende“.

Die Herkunft des Pferdes ist eine der seltsamsten Geschichten der Edda. Der Gott Loki verwandelte sich in eine Stute und bekam mit dem Hengst Svadilfari ein Fohlen. Dieses Fohlen war Sleipnir, laut der Edda mit grauem Fell.

Den berühmtesten Ritt unternahm nicht Odin selbst. Nach dem Tod des Gottes Balder lieh sich Hermod das Pferd, um ihn aus der Unterwelt Hel zurückzuholen. Neun Nächte lang ritt er durch dunkle Täler, und am Ende sprang Sleipnir über das Tor der Totenwelt. Zurückgeholt hat er Balder trotzdem nicht.

Auf alten Darstellungen hat Sleipnir oft vier Beine auf jeder Körperseite. Das bekannteste Bild ist ein Bildstein aus Tjängvide auf der schwedischen Insel Gotland, entstanden im 8. oder 9. Jahrhundert. Er zeigt einen Reiter auf einem achtbeinigen Pferd, und viele Forscher sehen darin Odin auf Sleipnir. Der Stein steht heute in einem Museum in Stockholm.

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