Welches Element ist in Computerchips am wichtigsten?
Silizium ist das wichtigste Element in Computerchips. Es bildet die Grundlage fast aller Chips, vom Smartphone über den Laptop bis zum Rechenzentrum.
Der Grund ist eine besondere Eigenschaft: Silizium ist ein Halbleiter. Es leitet Strom, aber nicht immer. Den Stromfluss kann man gezielt ein- und ausschalten. Genau das brauchen Transistoren und Logikschaltungen, die in Sekundenbruchteilen rechnen, speichern und Daten verarbeiten.
Knapp ist der Rohstoff nicht. Nach Sauerstoff ist Silizium das zweithäufigste Element der Erdkruste. Gut ein Viertel ihrer Masse besteht daraus. Gewonnen wird es aus Quarz, etwa aus Quarzsand oder Quarzgestein. Hersteller schmelzen das Silizium, reinigen es und ziehen daraus Zylinder. Diese werden in hauchdünne Scheiben geschnitten, die sogenannten Wafer.
Um die Eigenschaften zu steuern, mischen Hersteller winzige Mengen anderer Elemente wie Phosphor oder Bor dazu. Das Grundmaterial bleibt aber Silizium. In Deutschland ist Dresden das Zentrum dieser Industrie: Die Region gilt als größter Mikroelektronik-Standort Europas.
Ein häufiger Übersetzungsfehler: „Silicon“ heißt auf Deutsch Silizium, nicht Silikon. Das Silicon Valley in Kalifornien ist also das Silizium-Tal. Silikon ist ein Kunststoff aus Siliziumverbindungen. Er dichtet Badezimmerfugen ab und steckt in Backformen, ist aber kein Halbleiter.