In welche Richtung fließt elektrischer Strom?

Elektrischer Strom fließt in einem Stromkreis vom Pluspol zum Minuspol. So lautet die Festlegung, die Fachleute „technische Stromrichtung“ nennen, und sie gilt, seit Strom praktisch genutzt wird.

In metallischen Leitern wie einem Kupferdraht bewegen sich die Elektronen aber genau andersherum, vom Minuspol zum Pluspol. Als die Stromrichtung festgelegt wurde, kannte noch niemand das Elektron. Es wurde erst 1897 entdeckt, und da stand die Konvention längst in jedem Lehrbuch. Also blieb man dabei, bis heute.

Legst du eine Batterie in die Fernbedienung, fließt der Strom vom Pluspol der Batterie durch das Gerät und zurück zum Minuspol. Die Elektronen nehmen den umgekehrten Weg, vom Minuspol durch die Fernbedienung zum Pluspol. Im Alltag redet aber niemand von Elektronen, sondern von der technischen Stromrichtung.

Für die Bewegung der Teilchen gibt es einen eigenen Begriff: die physikalische Stromrichtung. In der Elektronik zählt der Unterschied, etwa wenn du Schaltpläne zeichnest oder Bauteile zusammensetzt, die Strom führen. Wer beides durcheinanderbringt, sucht den Fehler schnell an der falschen Stelle.

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