Warum hat ein Tag 24 Stunden?
Ein Tag hat 24 Stunden, weil die alten Ägypter ihn so eingeteilt haben. Ihre Mathematiker teilten die helle Zeit in zwölf Stunden und die Nacht in weitere zwölf. Zusammen sind das 24 Stunden, und diese Einteilung gilt bis heute.
Bei der Zeiteinteilung setzten die Ägypter auf die Zwölf. Ein möglicher Grund liegt buchstäblich auf der Hand: Mit dem Daumen kannst du die zwölf Fingerglieder der anderen vier Finger antippen, drei pro Finger. So zählst du mit einer Hand bis zwölf, und das war im Alltag praktisch.
Die Babylonier rechneten mit der Basis 60. Die Zahl lässt sich besonders oft ohne Rest teilen: durch 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 20 und 30. Daraus entstand später die Einteilung der Stunde in 60 Minuten und der Minute in 60 Sekunden, auch wenn Uhren das erst viele Jahrhunderte danach anzeigen konnten.
Die ägyptischen Stunden waren allerdings nicht alle gleich lang. Im Sommer dauerte eine Tagesstunde länger als im Winter, weil einfach der helle Teil des Tages in zwölf Abschnitte geteilt wurde. Gleich lange Stunden setzten sich im Alltag erst mit den mechanischen Uhren durch.
Wir messen Zeit heute ganz anders als die Pharaonen, die alte Einteilung ist trotzdem geblieben. Deshalb stehen die Zeiger einer Uhr zweimal am Tag auf der Zwölf, und ein Tag hat immer noch genau 24 Stunden.