Wer brütet bei Pinguinen die Eier aus?

Bei den meisten Pinguinarten teilen sich beide Eltern das Brüten. Männchen und Weibchen wechseln sich ab: Eines hält das Ei warm, das andere geht auf Futtersuche.

Der Kaiserpinguin ist die große Ausnahme. Hier übernimmt das Männchen das gesamte Brüten allein. Es balanciert das Ei auf den Füßen und deckt es mit einer warmen Hautfalte am Bauch zu, über zwei Monate lang und ohne einen einzigen Bissen.

Bei anderen Arten, etwa dem Adeliepinguin, übernimmt das Männchen die erste Schicht, weil das Weibchen viel Energie in das Ei gesteckt hat. Nach einigen Tagen bis zu zwei Wochen wechseln sie, und so geht es weiter, bis das Küken schlüpft. Beim Goldschopfpinguin läuft es anders: Dort sitzen beide Eltern zuerst gemeinsam am Nest, danach bleibt das Weibchen allein beim Ei, während das Männchen im Meer frisst.

Das extreme Brutverhalten des Kaiserpinguins hängt damit zusammen, dass er mitten im antarktischen Winter brütet. Das Weibchen geht lange im Meer auf Nahrungssuche. Es muss seine Fettreserven auffüllen, bevor das Küken schlüpft. Wenn das Weibchen zurückkommt, hat das Männchen oft rund 120 Tage nichts gefressen und dabei bis zu 20 Kilogramm verloren.

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