Wann wurde das Radar entwickelt?

Das erste praxistaugliche Radar entstand in den 1930er-Jahren. Die Idee ist aber älter. Schon am 17. Mai 1904 führte der deutsche Erfinder Christian Hülsmeyer in Köln sein „Telemobiloskop“ vor, ein Gerät, das Schiffe auf dem Rhein per Funkwellen erkannte. Entfernungen konnte es allerdings nicht messen.

Hülsmeyer ließ sich die Erfindung in Deutschland, Großbritannien und den USA patentieren. Interesse hatte damals trotzdem niemand, und das Gerät geriet in Vergessenheit.

Großbritannien gilt als erstes Land, das ein funktionierendes Radar militärisch einsetzte. Die Entwicklung begann 1935 unter dem Physiker Robert Watson-Watt. Das Ziel: feindliche Flugzeuge aufspüren, bevor sie die britische Küste erreichen. Bis 1939 baute das Land ein Netz von Radarstationen auf, das „Chain Home“ hieß.

Die USA, Deutschland und die Sowjetunion entwickelten etwa zur gleichen Zeit eigene Systeme. Den großen Durchbruch brachte der Zweite Weltkrieg. Radar wurde für das Militär unverzichtbar.

Heute steckt Radar in der Wettervorhersage, in der Flugsicherung und in der Geschwindigkeitsmessung auf deutschen Straßen. In Köln erinnert seit 2019 eine Gedenktafel an der Hohenzollernbrücke an den Versuch von 1904.

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