Welches Land erfand die erste Dusche mit fließendem Wasser?
Die erste Dusche mit fließendem Wasser stammt aus dem antiken Griechenland, irgendwann zwischen 500 und 300 vor Christus. Die Griechen leiteten Wasser über Aquädukte und Bleirohre in große Gemeinschaftsduschen.
In älteren Kulturen wie Ägypten und Mesopotamien mussten Diener das Wasser noch in Eimern herbeischleppen. In Griechenland floss es durch Leitungen in die Stadt und über Abwasserkanäle wieder hinaus. Die Duschräume standen der Oberschicht und einfachen Bürgern offen.
Griechische Vasenbilder zeigen Gruppen von Menschen, die sich in Gymnasien und Badehäusern gemeinsam abduschen. Kaltes Wasser fiel von oben auf die Badenden herab. Die Darstellungen erinnern an die Duschräume einer heutigen Sporthalle, sogar mit Stangen zum Aufhängen der Kleidung. Das Duschen diente der Hygiene, die Duschräume waren zugleich Treffpunkte.
Gefunden wurden solche Räume in Pergamon, einer antiken Stadt in der heutigen Türkei. Der berühmte Altar der Stadt steht heute in Berlin, im Pergamonmuseum.
Der Londoner Ofenbauer William Feetham ließ sich 1767 die erste mechanische Dusche mit Handpumpe patentieren. Die Pumpe drückte das Wasser in einen Behälter über dem Kopf. Zog man an einer Kette, ergoss es sich über einen. Warmes Wasser gab es nicht, und dasselbe Wasser lief immer wieder durch.