Wie hieß die erste Mikrowelle, die man kaufen konnte?
Die erste Mikrowelle, die man kaufen konnte, hieß Radarange. Entwickelt hat sie die amerikanische Firma Raytheon, verkauft wurde sie ab 1947.
Mit einer heutigen Mikrowelle hatte das Gerät wenig gemeinsam. Die Radarange war fast 1,80 Meter hoch und wog 340 Kilogramm, so viel wie vier erwachsene Männer. Gedacht war sie für Restaurants, Krankenhäuser und Militäranlagen. Der Preis lag bei rund 5.000 Dollar, nach heutiger Kaufkraft mehr als 70.000 Dollar.
Der Name stammt aus einem internen Wettbewerb unter den Mitarbeitern und verrät, woher die Technik kam: vom Radar. Das Magnetron, das die Mikrowellen erzeugte, steckte im Zweiten Weltkrieg in Radaranlagen. Der Raytheon-Ingenieur Percy Spencer hatte gemerkt, dass sich damit auch Essen erhitzen lässt.
Für zu Hause verkaufte die Firma Tappan ab 1955 ein Einbaugerät, doch es war teuer und kaum gefragt. 1967 folgte die erste Mikrowelle, die auf die Arbeitsplatte passte. Sie kam von Amana und kostete 495 Dollar. Amana gehörte damals schon zu Raytheon.
Heute steht in fast jeder Küche eine Mikrowelle. Angefangen hat alles mit einem 340 Kilogramm schweren Schrank, der seine Technik aus dem Krieg mitbrachte.