Wie wurde die Mikrowelle erfunden?

Die Mikrowelle wurde durch einen Zufall erfunden. Der amerikanische Ingenieur Percy Spencer bemerkte 1945, dass ein Schokoriegel in seiner Hosentasche schmolz, während er an Radargeräten arbeitete.

Spencer arbeitete für die Firma Raytheon und experimentierte mit Magnetronen, Bauteilen, die Mikrowellen aussenden. Als ihm klar wurde, dass die Mikrowellen seine Schokolade geschmolzen hatten, probierte er sie an anderen Lebensmitteln aus. Maiskörner platzten zu Popcorn auf. Ein Ei explodierte. Spencer erkannte, dass Mikrowellen Essen schnell erhitzen, weil sie die Wassermoleküle darin in Schwingung versetzen.

Raytheon meldete die Erfindung 1945 zum Patent an. 1947 kam unter dem Namen Radarange die erste kommerzielle Mikrowelle auf den Markt. Das Gerät war so groß wie ein Kühlschrank: fast 1,8 Meter hoch und 340 Kilogramm schwer. Ein handliches Modell für die Arbeitsplatte in der heimischen Küche gab es erst 1967, zwanzig Jahre später.

Heute steht in fast jeder Küche eine Mikrowelle, und mit Radartechnik verbindet sie niemand mehr. Angefangen hat alles mit einer zufälligen Beobachtung im Labor.

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