Was ist der Super-G im alpinen Skisport?

Der Super-G ist eine alpine Skidisziplin, die Tempo und Technik verbindet. Er liegt zwischen Riesenslalom und Abfahrt. Gefahren wird nur ein Lauf, und die Uhr entscheidet: Wer am schnellsten vom Start ins Ziel kommt, gewinnt.

Im Vergleich zur Abfahrt ist der Super-G technischer, mit mehr Toren und engeren Kurven. Das Tempo bleibt sehr hoch, aber die Strecke verlangt mehr Präzision als die reine Abfahrt. Gleichzeitig geht es deutlich schneller zu als im Riesenslalom, der noch mehr Tore und engere Schwünge hat.

In den Weltcup kam der Super-G in den 1980er-Jahren. Die Disziplin sollte eine neue Herausforderung sein, spannend für die Läufer und unterhaltsam für die Zuschauer. Das erste Super-G-Rennen im Weltcup gewann der Schweizer Peter Müller am 12. Dezember 1982 in Val d'Isère. Bei den Frauen siegte einen Monat später in Verbier die Deutsche Irene Epple. 1987 stand der Super-G in Crans-Montana erstmals bei einer Weltmeisterschaft auf dem Programm, 1988 folgte die Olympiapremiere in Calgary.

Heute gehört der Super-G fest zum Weltcup, zu Weltmeisterschaften und zu Olympischen Winterspielen. Für Deutschland bleibt der 17. Februar 1994 besonders: In Lillehammer holte Markus Wasmeier Olympiagold im Super-G. Es war der erste alpine Olympiasieg eines deutschen Mannes seit 1936. Wenige Tage später gewann er auch noch den Riesenslalom.

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