Was ist Skitourengehen und wie funktioniert es?
Skitourengehen heißt: Du steigst mit den Skiern an den Füßen selbst den Berg hinauf und fährst anschließend wieder ab. Möglich macht das eine spezielle Tourenbindung, die die Ferse beim Aufstieg freigibt, sodass du wie beim Wandern gehen kannst.
Damit du bergauf nicht zurückrutschst, klebst du Steigfelle aus Kunstfaser oder Mohair unter die Ski. Oben angekommen ziehst du die Felle ab und verriegelst die Ferse wieder. Dann verhalten sich die Ski fast wie normale Alpinski, bereit für die Abfahrt.
Der Sport boomt. Der Deutsche Alpenverein schätzt, dass in Deutschland mehr als 600.000 Menschen auf Skitouren gehen, etwa dreimal so viele wie vor zwanzig Jahren. Viele reizt die Mischung aus Ausdauertraining, Natur und einer Abfahrt im unberührten Tiefschnee, fern von vollen Pisten und Liftschlangen.
Die Tourenausrüstung ist deutlich leichter als eine normale Alpinausrüstung. Ski, Bindung und Schuhe sind darauf ausgelegt, dass du dich bergauf wie bergab leicht bewegen kannst.
Seit Februar 2026 ist die Wettkampfversion sogar olympisch. Bei den Winterspielen in Mailand und Cortina gab es im Skibergsteigen zum ersten Mal olympische Medaillen, im Sprint und in der Mixed-Staffel.