Wie viele Menschen haben weltweit Chorea Huntington?
Weltweit leben schätzungsweise 250.000 bis 500.000 Menschen mit Chorea Huntington. In Europa und Nordamerika sind etwa 5 bis 10 von 100.000 Menschen betroffen, in Asien und Afrika sind es deutlich weniger.
Chorea Huntington ist eine erbliche Erkrankung des Gehirns, die über Jahre fortschreitet. Die Krankheit trifft Frauen und Männer gleich häufig. Am häufigsten kommt sie bei Menschen mit europäischen Vorfahren vor. Früher sprach man vom Veitstanz.
Ursache ist eine Veränderung in einem einzigen Gen. Trägt ein Elternteil diese Mutation, erbt das Kind sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Die ersten Symptome zeigen sich meist im Alter zwischen 30 und 50 Jahren.
Die Krankheit ist selten, trotzdem wird intensiv an Therapien geforscht, die Betroffenen das Leben leichter machen sollen. In vielen Ländern gibt es Vereine, die Patienten und ihre Familien im Alltag unterstützen.
In Deutschland leben nach Angaben der Deutschen Huntington-Hilfe etwa 8.000 bis 12.000 Menschen mit Chorea Huntington. Den Verein gibt es seit 1970. Gegründet wurde er von Betroffenen und Angehörigen als Familienhilfe in Marburg.