Wann wurde Schokolade in Europa populär?

Schokolade wurde in Europa im 17. Jahrhundert populär. Davor kannten die Europäer sie kaum, denn Kakao stammt aus Mittelamerika und kam erst mit den spanischen Eroberern über den Atlantik.

In Spanien trank man Schokolade zunächst so wie die Azteken: heiß und bitter. Mit der Zeit mischten die Spanier Zucker und Gewürze hinein, und das süße Getränk verbreitete sich an den Höfen Europas. Um 1657 erreichte es England, wo es bald in Londoner Kaffeehäusern ausgeschenkt wurde.

Billig war Schokolade lange nicht. Im 18. Jahrhundert galt sie noch als Luxus des Adels, und meist wurde sie getrunken. Die moderne Schokoladentafel entstand erst im 19. Jahrhundert. 1828 ließ sich der Niederländer Coenraad van Houten eine Kakaopresse patentieren. 1847 brachte die englische Firma Fry eine Tafel zum Essen heraus, die oft als erste ihrer Art gilt.

Auch in Deutschland hat Schokolade eine lange Tradition. Die heutige Halloren Schokoladenfabrik in Halle an der Saale geht auf das Jahr 1804 zurück und gilt als älteste noch produzierende Schokoladenfabrik des Landes.

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