Was ist psychedelisches Design und woher kommt es?

Psychedelisches Design ist der Stil der 1960er-Jahre mit knalligen Farben, organischen Formen und Mustern, die fast außerirdisch wirken. Entstanden ist er in der Musikszene, vor allem im Rock und Pop.

Plattencover, Konzertplakate und Kleidung bekamen den psychedelischen Look. Inspiriert war er von neuen Formen der Kunst und Musik, manchmal auch von veränderten Bewusstseinszuständen.

Du erkennst den Stil an Wellenlinien, kontrastreichen Mustern, Kreisen und Formen, die sich zu bewegen scheinen. Die Farbkombinationen sind gewagt: Pink, Orange, Lila und Limettengrün landen gern zusammen auf einem Plakat.

Ganz neu war das alles nicht. Die Plakatkünstler in San Francisco, allen voran Wes Wilson, holten sich ihre geschwungenen Schriften beim Jugendstil um 1900. Wilsons Buchstaben wirkten, als würden sie sich bewegen oder schmelzen, und man musste stehen bleiben, um sie zu entziffern.

Einen deutschen Beitrag gab es auch. Der Grafiker Heinz Edelmann, bekannt durch seine Arbeit für die Zeitschrift „twen“, prägte als Art Director den Look des Beatles-Zeichentrickfilms „Yellow Submarine“ von 1968. Der Film gilt bis heute als Paradebeispiel für den Stil. Seit den 1960ern kehrt das psychedelische Design immer wieder zurück, in der Mode, in der Grafik und auf Musikplakaten.

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