Was ist Gynophobie?

Gynophobie ist eine starke, unbegründete Angst vor Frauen. Das Wort kommt aus dem Griechischen: „gyne“ heißt Frau, „phobos“ heißt Furcht. Manchmal liest man auch Gynäkophobie, gemeint ist dasselbe.

Betroffene spüren in der Nähe von Frauen Unruhe, Angst oder sogar Panik. Das ist etwas anderes als gewöhnliche Schüchternheit. Für Menschen mit Gynophobie können alltägliche Situationen zur Qual werden: ein Gespräch mit der Kollegin, ein Termin bei der Ärztin oder ein voller Bus.

Das Gegenstück, die Angst vor Männern, heißt Androphobie. Beide sind selten. Andere Phobien sind dagegen weit verbreitet: In Deutschland hat gut jeder Zehnte innerhalb eines Jahres eine spezifische Phobie, zum Beispiel vor Spinnen oder vor großer Höhe. Behandelt werden Phobien meist mit Psychotherapie. Besonders wirksam ist eine Verhaltenstherapie, bei der sich Betroffene ihrer Angst Schritt für Schritt stellen.

Gynophobie ist nicht dasselbe wie eine Abneigung gegen Frauen. Sie ist eine Angststörung, keine Haltung und keine Meinung. Der Begriff taucht in der Psychologie auf, aber auch in der Popkultur, wenn jemand Frauen auffällig meidet.

Antworten auf deine Fragen

Zum Beispiel: Warum brauchen Flugzeuge keine Winterreifen? Antwort ansehen