Wie viele Durchgänge hat ein Slalomrennen im Ski alpin?

Ein Slalomrennen im Ski alpin besteht immer aus zwei Durchgängen. Die Läufer fahren also zweimal am selben Tag die Piste hinunter, aber der Kurs wird zwischen den Durchgängen neu gesteckt.

Nach dem ersten Durchgang wird die Startreihenfolge der Besten umgedreht. Im Weltcup dürfen nur die 30 Schnellsten noch einmal starten, und zwar in umgekehrter Reihenfolge: Der Dreißigste eröffnet, der Führende fährt als Letzter. Für die schnellsten Läufer ist das eine zusätzliche Hürde, denn sie starten weiter hinten im Feld, wenn die Piste schon zerfahren ist.

Die Zeiten beider Durchgänge werden addiert. Wer die niedrigste Gesamtzeit hat, gewinnt. Wer im ersten Durchgang ausscheidet oder im Weltcup nicht unter die 30 Besten kommt, darf den zweiten gar nicht mehr fahren. Das trifft auch Spitzenläufer: Im November 2024 verpasste der deutsche Slalomfahrer Linus Straßer in Gurgl den zweiten Durchgang, weil er im ersten zu langsam war.

Zwei Durchgänge gibt es nur im Slalom und im Riesenslalom, den technischen Disziplinen. In den schnellen Disziplinen wie der Abfahrt wird nur ein Durchgang gefahren, weil die Strecken viel länger und die Geschwindigkeiten deutlich höher sind.

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