Was sind Sonnenflecken?
Sonnenflecken sind dunkle Stellen auf der Oberfläche der Sonne. Sie erscheinen dunkel, weil sie kühler sind als ihre Umgebung.
In einem Sonnenfleck herrschen etwa 3.500 Grad Celsius, die Fläche rundherum kommt auf über 5.500 Grad. Auf Bildern der Sonne heben sich die Flecken deshalb deutlich als dunkle Punkte oder Flächen ab. Manche Sonnenflecken sind größer als die Erde.
Verursacht werden sie von starken Magnetfeldern in den äußeren Schichten der Sonne. Diese Felder bremsen das heiße Gas aus dem Inneren. Dadurch kühlt die Stelle ab. Anzahl und Größe der Flecken schwanken in einem Zyklus von rund elf Jahren.
Sonnenflecken wirken sich auch auf die Erde aus. Gibt es viele davon, steigt die Aktivität der Sonne. Das kann Polarlichter auslösen und Satelliten sowie Funkverbindungen stören. Im Mai 2024 sorgte die Fleckengruppe AR3664 für Polarlichter, die sogar in Bayern zu sehen waren.
Neu ist die Beobachtung nicht. Schon ab 1610 richteten Astronomen wie Thomas Harriot, Johannes Fabricius und Galileo Galilei ihre ersten Fernrohre auf die Sonne und beschrieben die Flecken.