Woher kommt der Weihnachtsmann ursprünglich?
Der Weihnachtsmann geht auf den heiligen Nikolaus zurück, einen Bischof aus Myra in der heutigen Türkei. Er lebte vor rund 1.700 Jahren und wurde bekannt, weil er Armen half und heimlich Geschenke verteilte, vor allem an Kinder.
Die Geschichte des Nikolaus verbreitete sich mit der Zeit über ganz Europa, und jedes Land fügte eigene Bräuche und Namen hinzu. In Deutschland stellen Kinder bis heute am Abend des 5. Dezember ihre Stiefel vor die Tür, denn der 6. Dezember ist sein Gedenktag. In den Niederlanden wurde aus ihm „Sinterklaas“. Niederländische Auswanderer brachten die Figur nach Amerika, wo aus Sinterklaas schließlich „Santa Claus“ wurde.
Der heutige Weihnachtsmann mit rotem Mantel, Bart und Schlitten ist eine Mischung aus alten europäischen Traditionen und jüngeren amerikanischen Zutaten. Richtig populär wurde dieses Bild im 19. und 20. Jahrhundert durch Werbeplakate und Illustrationen.
In vielen Familien, vor allem im Süden und Westen Deutschlands, bringt an Heiligabend allerdings gar nicht der Weihnachtsmann die Geschenke, sondern das Christkind. Diese Figur geht auf die Reformation zurück: Martin Luther lehnte die Heiligenverehrung ab, und bei den Protestanten setzte sich das Christkind als Ersatz für den Nikolaus durch. Spuren solcher Gabenbringer gibt es in vielen Kulturen, doch als eigentliche Inspiration für den Weihnachtsmann gilt Nikolaus von Myra.