Warum haben analoge Uhren 12 Stunden statt 24?
Analoge Uhren zeigen 12 Stunden, weil sie auf einer uralten Zweiteilung von Tag und Nacht beruhen. Schon die alten Ägypter teilten den Tag in 12 Stunden und die Nacht in weitere 12. Diese Stunden waren je nach Jahreszeit unterschiedlich lang, das System hat sich aber gehalten und ist bis heute der Standard.
Ein Grund, warum sich gerade die 12 bewährt hat: Sie lässt sich ohne Rest durch 2, 3, 4 und 6 teilen. Das war praktisch für Sonnenuhren, lange bevor es mechanische Uhren gab.
Als im 14. Jahrhundert die ersten mechanischen Uhren aufkamen, übernahmen sie diese Zweiteilung einfach. Ein Zifferblatt mit 12 Stunden war viel leichter abzulesen als eines mit 24. Die Erde braucht zwar rund 24 Stunden für eine Drehung um sich selbst, auf dem Zifferblatt wurde der Tag aber in zwei gleiche Hälften geteilt.
Heute gibt es auch analoge Uhren mit 24-Stunden-Zifferblatt, doch die 12-Stunden-Version ist die Norm geblieben. Das ganze System geht auf praktische Bedürfnisse der Antike zurück und prägt bis heute, wie wir über Zeit denken.