Wie viele Punkte kostet ein Sturz beim Skispringen?
Ein Sturz bei der Landung kostet einen Skispringer bei jedem Punktrichter einen festen Abzug von 7 Punkten, egal wie weit der Sprung war.
Die Punktrichter vergeben Haltungsnoten von 0 bis 20 Punkten. Abzüge gibt es in drei Bereichen: bis zu 5 Punkte für den Flug, bis zu 5 für die Landung und bis zu 7 für die Ausfahrt. Der Sturz ist der Höchstabzug in der Ausfahrt. Von den 20 Punkten bleiben danach rechnerisch höchstens 13 übrig, meist deutlich weniger.
Eine saubere Telemark-Landung bringt die besten Noten. Eine wacklige oder sitzende Landung drückt die Wertung spürbar nach unten. Normalerweise bewerten fünf Punktrichter jeden Sprung. Die höchste und die niedrigste Note werden gestrichen.
Der Abzug ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern auch der Sicherheit. Die Regeln sollen kontrollierte Landungen belohnen. Selbst wer einen Schanzenrekord springt, bekommt ohne ordentliche Landung keine Topwertung.
Beim Skispringen zählen Weite und Haltung zusammen. Die Weite wird gemessen, die Haltung bewerten die Punktrichter. Das gilt auch bei der Vierschanzentournee, die jeden Winter in Oberstdorf beginnt und über Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck nach Bischofshofen führt.