Welches römische Fest inspirierte den Valentinstag?
Als Vorläufer des Valentinstags gilt meist das römische Fest Lupercalia. Es war ein uraltes Fruchtbarkeitsfest, das in Rom jedes Jahr am 15. Februar gefeiert wurde.
Die Feier begann mit Opfern an der Lupercal-Höhle. Dort soll der Sage nach eine Wölfin Romulus und Remus gesäugt haben, die Gründer Roms. Danach liefen junge Männer durch die Straßen und schlugen die Menschen sanft mit Streifen aus Ziegenleder. Viele glaubten, das bringe Glück und mache Frauen fruchtbar.
Ob der Valentinstag wirklich von diesem Fest abstammt, ist unter Historikern allerdings umstritten. Beide liegen Mitte Februar, eine direkte Verbindung ist aber nicht belegt. Auch für die oft erzählte Geschichte, ein Papst habe die Lupercalia durch den Valentinstag ersetzt, gibt es keine Quelle. Der Gedenktag des heiligen Valentin ist christlichen Ursprungs, und mit Liebe und Paaren wurde er erst viel später verbunden.
Heute dreht sich der Valentinstag um Liebe, Karten und Blumen. Mit dem wilden Fest der Antike hat das wenig gemein: Dort ging es nicht um Zärtlichkeit, sondern um Opfertiere und Schläge mit Ziegenleder.