Was ist Schwerkraft, und warum fällt alles nach unten?
Schwerkraft ist die Kraft, mit der sich alles, was Masse hat, gegenseitig anzieht. Auf der Erde heißt das: Alles wird zum Boden gezogen, ob ein Apfel vom Baum fällt oder du aufrecht stehst.
Die Schwerkraft sorgt dafür, dass wir nicht davonschweben. Sie hält uns, unsere Häuser, die Ozeane und die Atmosphäre an ihrem Platz. Sie hält auch den Mond auf seiner Bahn um die Erde und die Planeten auf ihren Bahnen um die Sonne.
Die Schwerkraft der Erde gibt uns das Gefühl von Gewicht. Auf dem Mond würdest du nur etwa ein Sechstel wiegen, weil die Schwerkraft dort viel schwächer ist. Eine Personenwaage, die auf der Erde 60 Kilogramm anzeigt, käme dort auf rund 10. Deine Masse bleibt dabei gleich. Schwerkraft wirkt überall, aber sie wird stärker, je mehr Masse die Objekte haben und je näher sie sich kommen.
Isaac Newton war der Erste, der ein allgemeines Gesetz für die Schwerkraft formulierte. Er zeigte, dass dieselbe Kraft, die den Apfel fallen lässt, auch die Planeten um die Sonne kreisen lässt. Veröffentlicht hat er es 1687 in seinem Hauptwerk, den „Principia“. Diese Einsicht war revolutionär, weil sie die Physik auf der Erde mit den Bewegungen im Weltraum vereinte.