Was ist Fluorid und wie schützt es die Zähne?
Fluorid ist ein Spurenelement, das natürlich im Boden, im Wasser und in manchen Lebensmitteln vorkommt. In der Zahnpflege steckt es vor allem in der Zahnpasta. Dort macht es die Zähne härter und widerstandsfähiger gegen Karies.
Wenn du mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzt, bleibt eine dünne Schicht aus Kalziumfluorid auf der Zahnoberfläche zurück. Sie dient als Fluoridspeicher und schützt den Zahnschmelz, die äußerste Schicht des Zahns. Außerdem baut sich Fluorid in den Schmelz ein und macht ihn widerstandsfähiger gegen Säuren. Je härter der Schmelz, desto schwerer haben es Säuren und Bakterien, kleine Löcher zu verursachen, also Karies.
Fluorid hilft den Zähnen außerdem, sich selbst zu „reparieren“. Bekommt der Schmelz kleine Schäden oder schwache Stellen, kann Fluorid beim Wiederaufbau helfen. Dieser Vorgang heißt Remineralisierung. Deshalb empfehlen Zahnärzte, dass Erwachsene und Kinder jeden Tag mit Fluoridzahnpasta putzen.
In einigen Ländern, etwa in den USA und in Teilen Großbritanniens, wird Fluorid dem Trinkwasser zugesetzt. Zu viel Fluorid kann allerdings Flecken auf den Zähnen hinterlassen. Diese Fluorose entsteht nur, solange sich die bleibenden Zähne noch bilden, also bei Kindern bis etwa acht Jahre. Bei älteren Kindern und Erwachsenen ist der Zahnschmelz schon fertig. Sie können keine Fluorose mehr bekommen. Deshalb muss die Menge vor allem bei kleinen Kindern gut abgestimmt sein.