Was ist ein Steuerflüchtling?

Ein Steuerflüchtling ist jemand, der in ein anderes Land zieht, um weniger Steuern zu zahlen. Das Ziel: von niedrigeren Steuersätzen profitieren oder Steuern auf Einkommen, Vermögen oder Erbe ganz vermeiden.

Beliebte Ziele sind Länder wie die Schweiz, Monaco oder Panama, wo die Steuersätze deutlich niedriger liegen als im Heimatland. Meist geht es um hohe Einkommen oder große Vermögen und darum, den Lebensmittelpunkt wirklich ins Ausland zu verlegen.

Denn der Wohnort entscheidet. In Deutschland ist unbeschränkt steuerpflichtig, wer hier einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Als gewöhnlicher Aufenthalt gilt ein zusammenhängender Aufenthalt von mehr als sechs Monaten. Wer also nur die Adresse nach Monaco verlegt und weiter in München wohnt, bleibt steuerpflichtig. Wer der deutschen Steuer entkommen will, muss deshalb seinen Wohnsitz hier aufgeben und darf sich nicht dauerhaft in Deutschland aufhalten. Abkommen zwischen Staaten sollen zudem verhindern, dass Vermögen versteckt und Steueroasen missbraucht werden.

Schlagzeilen macht das Thema vor allem dann, wenn Prominente, Unternehmer oder Sportler ins Steuerexil gehen. Dann wird darüber gestritten, was gerechte Besteuerung ist und was man der Gesellschaft schuldet, in der man sein Geld verdient hat.

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