Wie steuert die OPEC den Ölpreis?
Die OPEC steuert den Ölpreis vor allem über die Fördermenge. Die Mitgliedsländer einigen sich darauf, wie viel Öl sie fördern. Kürzen sie die Produktion, kommt weniger Öl auf den Weltmarkt, und der Preis steigt meist. Fördern sie mehr, gibt es mehr Öl, und der Preis fällt in der Regel.
Das funktioniert wie im Supermarkt. Sind die Regale voll, wird die Ware billiger. Ist das Angebot knapp, steigen die Preise. Mit solchen Förderkürzungen versucht die OPEC, den Ölpreis auf einem Niveau zu halten, mit dem ihre Mitglieder zufrieden sind.
Die volle Kontrolle hat die OPEC aber nicht. Länder wie die USA und Russland fördern ebenfalls riesige Mengen Öl. Außerdem wirken sich Kriege, politische Entscheidungen, die weltweite Nachfrage und neue Ölfunde auf den Preis aus. Trotzdem bleiben die Treffen und Ankündigungen der OPEC zentral dafür, wie sich der Ölpreis weltweit bewegt.
Gegründet wurde die OPEC 1960 in Bagdad. Ihren ersten Sitz hatte sie in Genf, seit 1965 sitzt sie in Wien. Die Beschlüsse fallen also mitten in Europa. Am 1. Mai 2026 verlor die Organisation einen großen Produzenten: Die Vereinigten Arabischen Emirate traten aus. Seitdem hat die OPEC elf Mitglieder.