Wie funktioniert ein Radar?
Ein Radar sendet Radiowellen aus, die auf Objekte treffen und von dort zurückgeworfen werden. Aus der Zeit, die das Signal für den Weg hin und zurück braucht, berechnet das Gerät, wie weit das Objekt entfernt ist.
Auch die Richtung lässt sich bestimmen. Das Echo ist am stärksten, wenn die Antenne genau auf das Objekt zeigt. Manche Radargeräte messen sogar die Geschwindigkeit: Bewegt sich das Objekt, verändert sich die Wellenlänge des zurückkommenden Signals, und daraus lässt sich das Tempo ablesen.
Radar steckt längst nicht nur in Flugzeugen und Schiffen. Autos mit Fahrassistenzsystemen nutzen es, ebenso die Wettervorhersage und die Raumfahrt. Fledermäuse und Delfine arbeiten in der Natur nach einem ähnlichen Prinzip, nur mit Schallwellen statt Radiowellen.
Radar ist so nützlich, weil Radiowellen Nebel und Regen durchdringen und auch im Dunkeln funktionieren. Das Gerät erkennt also Objekte, die das Auge längst nicht mehr sieht.
Die Idee ist über 120 Jahre alt. Am 17. Mai 1904 führte der deutsche Erfinder Christian Hülsmeyer in Köln sein „Telemobiloskop“ vor. Vom Rheinufer aus ortete er damit ein Schiff auf dem Fluss.