Wer hat den Valentinstag zum Tag der Liebe gemacht?

Der englische Dichter Geoffrey Chaucer war der Erste, der den Valentinstag mit Romantik verband. Ende des 14. Jahrhunderts schrieb er ein Gedicht, in dem der 14. Februar als der Tag beschrieben wird, an dem sich die Vögel einen Partner suchen. Damit begann die Tradition, Liebe und romantische Geschenke mit diesem Datum zu verknüpfen.

Vor Chaucer erinnerte der Tag an den christlichen Heiligen Valentin. Wer er genau war, ist unklar. Mehrere Überlieferungen nennen Priester namens Valentin, die im 3. Jahrhundert in Rom als Märtyrer starben. Mit Liebe hatte keiner von ihnen ursprünglich etwas zu tun.

Im 15. und 16. Jahrhundert wurde es in Europa üblich, dass Verliebte sich Valentinsbriefe und kleine Geschenke schickten, vor allem in England. Im 19. Jahrhundert wurde das Fest zunehmend kommerziell. Gedruckte Karten und Blumen wurden zu beliebten Geschenken.

In Deutschland setzte sich der Brauch erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch. Amerikanische Soldaten hatten ihn mitgebracht. Der erste Valentinsball soll 1950 in Nürnberg stattgefunden haben. Das moderne Fest geht also nicht auf die frühen Christen zurück, sondern auf ein Gedicht über verliebte Vögel.

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