Wie schnell führt Strangulation zum Tod?
Werden die Halsschlagadern abgedrückt, verliert ein Mensch schon nach 10 bis 20 Sekunden das Bewusstsein. Das Gehirn hat fast keine Sauerstoffreserve, sobald kein Blut mehr ankommt.
Hält der Druck nach der Bewusstlosigkeit an, tritt der Tod meist nach 4 bis 6 Minuten ein. Dafür braucht es wenig Kraft. Schon ein Druck, der etwa 5 Kilogramm Gewicht entspricht, kann nach 10 Sekunden reichen, damit jemand ohnmächtig wird. Das ist ungefähr so viel, wie fünf Liter Wasser wiegen.
Viele glauben, dass es viel länger dauert, weil man die Luft ja eine Weile anhalten kann. Beim Luftanhalten ist das Blut aber noch voll mit Sauerstoff, von dem der Körper zehrt. Bei einer Strangulation stoppt der Blutfluss zum Gehirn sofort, und die kleine Reserve des Gehirns ist in Sekunden aufgebraucht.
Ob mit den Händen, mit einer Schnur oder mit einer zugezogenen Schlinge: Jede Form von Strangulation ist lebensgefährlich. Der Druck auf den Hals kann die Blutversorgung des Gehirns unterbrechen und oft auch die Atmung behindern.
Würgespiele oder Würgen beim Sex sind deshalb extrem gefährlich. Schon kurzes Abdrücken kann Hirnschäden, Herzrhythmusstörungen oder den plötzlichen Tod verursachen.