Wie funktioniert der Schiedsrichterball im Fußball?

Beim Schiedsrichterball lässt der Schiedsrichter den Ball an der Stelle fallen, an der er das Spiel unterbrochen hat. Früher standen sich dabei zwei Spieler gegenüber und kämpften um den Ball. Heute ist nur noch ein Spieler beteiligt. Außerhalb des Strafraums ist das ein Spieler der Mannschaft, die den Ball behalten oder gewonnen hätte. Lässt sich das nicht klären, bekommt ihn die Mannschaft, die ihn zuletzt berührt hat.

Alle anderen Spieler müssen mindestens vier Meter Abstand halten, bis der Ball den Boden berührt. So soll die Situation fair bleiben, und es entsteht kein Gedränge um den Ball.

Einen Schiedsrichterball gibt es, wenn der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen muss, ohne dass ein Foul vorliegt. Das passiert zum Beispiel bei einer Verletzung oder einem unerwarteten Ereignis auf dem Platz. Ziel ist ein neutraler und fairer Neustart.

Eine Ausnahme gilt im Strafraum. Lag der Ball dort, als das Spiel unterbrochen wurde, bekommt ihn der Torwart der verteidigenden Mannschaft.

Die Regel mit nur einem Spieler gilt seit 2019. Geht der Ball nach einem Schiedsrichterball ins Tor, ohne dass ihn mindestens zwei Spieler berührt haben, zählt der Treffer nicht. Landet er im gegnerischen Tor, gibt es Abstoß, im eigenen Tor Eckstoß.

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