Was ist ein Emissionsspektrum?

Ein Emissionsspektrum zeigt, welche Farben ein Stoff aussendet, wenn er erhitzt wird oder Energie bekommt. Bei einem Gas besteht es aus einzelnen farbigen Lichtlinien. Jedes chemische Element hat dabei sein eigenes Muster. Es funktioniert fast wie ein Fingerabdruck.

Wird zum Beispiel ein Gas erhitzt, senden seine Atome Licht mit ganz bestimmten Wellenlängen aus. Betrachtest du dieses Licht durch ein Prisma, siehst du keinen Regenbogen. Du siehst nur ein paar scharfe Linien in verschiedenen Farben. Zusammen bilden sie das Emissionsspektrum. Ein glühender Festkörper wie der Draht einer Glühbirne sendet dagegen ein durchgehendes Spektrum mit allen Farben aus. Das Gegenstück zum Emissionsspektrum ist das Absorptionsspektrum.

Mit diesem Prinzip finden Forscher heraus, welche Elemente in weit entfernten Sternen stecken. Sie zerlegen das Licht eines Sterns und suchen darin nach den typischen Linien jedes Elements. Weil keine zwei Elemente genau das gleiche Linienmuster haben, verrät schon das Licht, das bei uns ankommt, viel über den Weltraum.

Erfunden wurde die Spektralanalyse um 1860 in Heidelberg. Der Chemiker Robert Bunsen und der Physiker Gustav Kirchhoff entdeckten damit gleich zwei neue Elemente: Cäsium und Rubidium. Benannt sind die beiden nach den Farben ihrer Spektrallinien: Cäsium nach Himmelblau, Rubidium nach Dunkelrot.

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