Wie bremst ein Flugzeug nach der Landung so schnell?
Ein Flugzeug bremst nach der Landung mit mehreren Systemen gleichzeitig: mit den Triebwerken, mit Klappen auf den Flügeln und mit den Radbremsen. Zusammen bringen sie eine schwere Maschine auf der Landebahn schnell zum Stehen.
In der Regel wird gleich nach dem Aufsetzen die Schubumkehr aktiviert. Die Triebwerke lenken den Luftstrom dann nach vorn statt nach hinten. So hilft ausgerechnet die Kraft der Triebwerke dabei, das Flugzeug abzubremsen. Zwingend nötig ist die Schubumkehr aber nicht. Bei der Zulassung eines Flugzeugs wird die Landestrecke ohne sie berechnet.
Gleichzeitig fährt der Pilot die Spoiler auf den Flügeln aus. Das sind Klappen, die sich aufrichten und den Auftrieb der Flügel zerstören. Dadurch drückt das Gewicht des Flugzeugs stärker auf die Räder, und die Bremsen greifen besser.
Die Radbremsen selbst sind sehr kräftig, im Grunde eine verstärkte Version der Bremsen in deinem Auto. Manche Flugzeuge, vor allem ältere und militärische, haben sogar einen Bremsschirm. Er öffnet sich am Heck und bremst zusätzlich.
Nötig ist das alles, weil Flugzeuge mit mehr als 250 km/h aufsetzen. Das ist fast doppelt so schnell wie die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h auf der deutschen Autobahn.