Womit erzeugen Geräuschemacher im Film Hufgetrappel?

Geräuschemacher erzeugen Hufgetrappel mit halben Kokosnussschalen, die sie gegeneinander oder auf einen harten Untergrund schlagen. Das Klackern klingt dem Getrappel echter Pferdehufe so ähnlich, dass der Trick seit Jahrzehnten in Film, Fernsehen und Hörspiel eingesetzt wird.

Besonders beliebt war die Methode in alten Hörspielen und frühen Tonfilmen. Kokosnussschalen geben einen klaren, hohlen Ton, der sich leicht steuern lässt. Je nachdem, wie schnell man sie schlägt, geht das Pferd im Schritt, trabt oder galoppiert.

Auf Englisch heißen Geräuschemacher Foley Artists. Der Name geht auf Jack Foley zurück, der beim Filmstudio Universal in Hollywood arbeitete. Die Profis arbeiten mit allem, was den richtigen Klang liefert. Für Hufe auf einem Feldweg kombinieren sie die Kokosnussschalen zum Beispiel mit Sand oder Kies. Entscheidend ist, dass das Geräusch zum Bild passt, nicht dass ein echtes Pferd im Studio steht.

Berühmt wurde der Trick durch Monty Python. In „Die Ritter der Kokosnuss“ aus dem Jahr 1975 reichte das Budget nicht für echte Pferde, also klappert der Knappe von König Artus mit zwei Kokosnusshälften hinter ihm her. Der deutsche Filmtitel verrät den Trick schon im Namen.

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