Was ist ein Akt in einem Theaterstück?

Ein Akt ist ein großer Abschnitt der Handlung in einem Theaterstück. Die Geschichte wird in mehrere Akte aufgeteilt, damit Publikum und Schauspieler den Verlauf leichter verfolgen können.

Ein klassisches Drama hat meist drei oder fünf Akte, es gibt aber auch Stücke mit nur zwei oder mit deutlich mehr. Ein Akt kann mehrere Szenen enthalten, die an bestimmten Orten spielen oder bestimmte Figuren zusammenbringen. In älteren deutschen Stücken heißt der Akt auch Aufzug.

Zwischen den Akten fällt traditionell der Vorhang, und das Publikum bekommt oft eine kurze Verschnaufpause, bevor die Handlung weitergeht. So behalten alle den Überblick über die großen Wendepunkte des Stücks.

Viele berühmte Stücke wie Shakespeares „Romeo und Julia“ sind in fünf Akte geteilt und bauen damit Schritt für Schritt Spannung auf. Der deutsche Schriftsteller Gustav Freytag beschrieb 1863 in „Die Technik des Dramas“ das klassische Muster: Der erste Akt führt in die Geschichte ein, der dritte bringt den Höhepunkt, der fünfte die Katastrophe.

Das Wort Akt kommt vom lateinischen „actus“, das so viel wie Bewegung oder Handlung bedeutet. Die kleinere Einheit innerhalb eines Akts ist die Szene, manchmal auch Auftritt genannt.

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