Wie entsteht eine Bienenkönigin?

Eine Bienenkönigin entsteht, weil die Arbeiterinnen eine ganz normale Larve auswählen und sie anders füttern. Die Larve bekommt Gelée royale, einen nährstoffreichen Futtersaft, den junge Arbeiterinnen herstellen. Auf Deutsch heißt er auch Weiselfuttersaft.

Alle Bienenlarven bekommen in den ersten Tagen Gelée royale. Nur die künftigen Königinnen werden damit bis zum Ende der Larvenzeit gefüttert. Genau diese Fütterung macht aus der Larve eine fruchtbare Königin statt einer unfruchtbaren Arbeiterin.

Die Königinnenlarve entwickelt sich schneller als alle anderen. Vom Ei bis zum Schlupf braucht sie 16 Tage, eine Arbeiterin 21. Die neue Königin tötet oft ihre Rivalinnen, damit nur eine übrig bleibt. Nach ihrem Hochzeitsflug legt sie ihr Leben lang Eier, im Frühsommer bis zu 2.000 am Tag.

Viele glauben, die Königin stamme aus einem besonderen Ei. Das stimmt nicht. Aus demselben befruchteten Ei kann eine Arbeiterin oder eine Königin werden. Alles hängt davon ab, was die Larve zu fressen bekommt. Die Bienen entscheiden also selbst, wer im Stock das Sagen hat.

Der Unterschied ist enorm: Eine Arbeiterin lebt im Sommer nur wenige Wochen, die Königin drei bis vier Jahre. Und das nur wegen des Futters.

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