Überleben Kakerlaken eine Atombombe?
Kakerlaken überleben eine Atombombe nicht, wenn sie in der Nähe der Explosion sind. Die Druckwelle und die Hitze töten sie genauso wie jedes andere Tier. Radioaktive Strahlung halten sie aber viel besser aus als Menschen.
Kakerlaken überstehen Strahlendosen, die für Menschen tödlich wären. Der Grund ist ihre langsame Zellteilung, besonders bei erwachsenen Tieren. Strahlung schädigt vor allem Zellen, die sich gerade teilen. Davon haben Kakerlaken weniger als wir.
Es gibt trotzdem eine Grenze. Studien zeigen, dass Kakerlaken etwa zehn- bis fünfzehnmal so viel ionisierende Strahlung vertragen wie Menschen. Bei extrem hohen Dosen sterben auch sie.
Viele halten Kakerlaken für fast unsterblich. Das stimmt so nicht. Der Ruf stammt aus der Zeit nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki 1945. Damals hieß es, in den Trümmern hätten Kakerlaken überlebt. Zäh sind sie, unbesiegbar aber nicht.
Den Rekord halten sie nicht einmal unter den Insekten. In einer Folge der US-Fernsehsendung „MythBusters“ von 2008 überlebten Mehlkäfer deutlich höhere Strahlendosen als Kakerlaken. Den Ruf als Überlebenskünstler hat trotzdem die Kakerlake.