Wann kam die erste Diskette auf den Markt?
Die erste Diskette kam 1971 auf den Markt. Sie hatte einen Durchmesser von acht Zoll, also gut 20 Zentimetern, und stammte von IBM. Der Konzern wollte damit Daten speichern und bequem von einem Computer zum nächsten bringen.
Davor arbeitete man mit Lochkarten und Magnetbändern, und das war deutlich umständlicher. Mit der Diskette ließen sich Textdateien und Programme einfach sichern und mitnehmen. Mit der Zeit wurden die Scheiben kleiner: 1976 folgte die 5,25-Zoll-Diskette, 1981 stellte Sony das 3,5-Zoll-Format vor. In den 1980er- und 1990er-Jahren gehörten Disketten für viele Heimcomputer zum Alltag.
Die klassische 3,5-Zoll-Diskette fasste gerade einmal 1,44 Megabyte. Heute klingt das winzig, damals reichte es für mehrere Textdateien oder ein ganzes Computerspiel. Nach und nach verdrängten CDs, USB-Sticks und schließlich die Cloud die Diskette. Sony, das das 3,5-Zoll-Format eingeführt hatte, stellte die Produktion 2011 ein.
Ganz verschwunden ist die Diskette trotzdem nicht. Das Speichersymbol in den meisten Programmen sieht bis heute aus wie eine Diskette. Wer darauf klickt, nutzt ein Stück Technikgeschichte, ohne es zu merken.