Wofür steht die Abkürzung RADAR?
RADAR steht für Radio Detection And Ranging, auf Deutsch etwa: Aufspüren und Abstandsmessen per Funk. Ein Radargerät sendet Radiowellen aus und erkennt daran Objekte in seiner Umgebung, zum Beispiel Flugzeuge oder Schiffe.
Das Prinzip funktioniert wie ein Echo. Die Radiowellen treffen auf ein Hindernis und werden zurückgeworfen. Aus der Zeit, die das Signal für Hin- und Rückweg braucht, berechnet das Gerät die Entfernung. Je länger das Echo unterwegs ist, desto weiter weg ist das Objekt.
Im großen Stil kam Radar erstmals im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz, vor allem um feindliche Flugzeuge und Schiffe zu orten. Seitdem wird die Technik für viele weitere Aufgaben genutzt: in der Flugsicherung, in der Wettervorhersage und in der Radarfalle am Straßenrand, die zu schnelle Autos blitzt.
Radar zeigt, was das bloße Auge nicht sieht: Regenfronten in weiter Ferne, Schiffe im Nebel oder Flugzeuge in der Nacht. Deshalb ist die Technik bis heute für die Sicherheit unverzichtbar.
Ein Vorläufer stammt aus Deutschland. Der Ingenieur Christian Hülsmeyer ließ 1904 ein Gerät patentieren, das Schiffe mit Funkwellen aufspüren sollte, damit sie im Nebel nicht zusammenstoßen. Im Mai 1904 führte er es in Köln öffentlich vor, kurz darauf auch in Rotterdam. Entfernungen messen konnte sein Apparat allerdings noch nicht.